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COP28 – Erwartungen und Hoffnungen

Ende November wurde die COP28 in Dubai eröffnet. Dies ist die 28. UN-Klimakonferenz und dauert zwei Wochen. Kritisch betrachtet wird der Vorsitzende Sultan Ahmed Al Jaber (Minister für Industrie und Hochtechnologie) aus Dubai, da der Reichtum dieses Emirates im Wesentlichen auf den Erlösen der Ölverkäufe beruht. Die Erwartungen zeigen sich in der Agenda der Versammlung und die Hoffnungen, dass es zu der Agenda positive Beschlüsse gibt.

Die Haupthemen sind die „Klimafinanzierung“, die Aufstockung der „Zusagen zur Emissionssenkung“ und der „Ausstieg aus der Nutzung fossiler Brennstoffe“. Auch die Anpassung an die Wetterextreme insbesondere in den Entwicklungsländern und die Bekämpfung der Emissionen in der Landwirtschaft unter dem Aspekt der Ernährungssicherheit gehören zur Agenda.

Erwartungen und Hoffnungen beim Fonds für Schäden und Verluste

Beim letzten Klimagipfel, dem COP27, wurde die Errichtung eines Fonds vereinbart, der die Entwicklungsländer beim Wiederaufbau von Wetterkatastrophen helfen soll. Es muss nun vereinbart werden, welche Länder Zugang zu diesem Fond haben sollen, welche Länder in den Fonds in welcher Höhe einzahlen sollen und wer bzw. welche Organisation den Fonds verwalten soll.

Die ersten Überlegungen gehen dahin, den Fonds bei der Weltbank anzusiedeln. Der Ausschuss des COP28 empfiehlt, die Zahlungen in den Fonds nicht rechtsverbindlich zu machen, sondern die Industrieländer lediglich zu Zahlungen zu drängen.

Erwartungen und Hoffnungen bei den Anpassungsmaßnahmen

Wesentlicher Punkt bei der COP28 ist eine globale Bestandsaufnahme. Hierbei findet eine Überprüfung der Fortschritte der einzelnen Länder bei der Senkung der Emissionen statt. „Es geht um das, was schon erreicht wurde, wo Lücken sind, und was noch zu tun ist.“ erklärte Harjeet Singh vom Climate Action Network International. Die Bestandsaufnahme begann 2021. Sie umfasst die Analyse der nationalen Klimapläne aller Staaten, ihre Emissionsreduzierungen und Anpassungsmaßnahmen.

Nach derzeitigem Stand sind die Staaten noch weit vom vereinbarten Klimaziel in Paris entfernt. Staaten und Unternehmen müssten ihre Anstrengungen für eine rasche Dekarbonisierung deutlich erhöhen.

Erwartungen und Hoffnungen beim Ausstieg aus fossilen Brennstoffen

Bisher haben sich die Teilnehmer der Klimakonferenzen noch nicht offiziell auf eine Beendigung der Nutzung fossiler Brennstoffe verpflichtet. Lediglich bei der Kohle gibt es einen Reduktionspfad. Es besteht aber die Hoffnung, dass das Thema „Ausstieg aus fossilen Brennstoffen“ bei dieser Klimakonferenz behandelt wird. Zu hoffen ist, dass trotz der Leitung aus Dubai, ein Einstieg in das Thema geling. – Auch wenn der Vorsitzende aus Dubai einen Ausstieg aus den fossilen Energien für die Klimaneutralität nicht für notwendig hält.

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